Filmprojekt beim BWE

Filmprojekt bei der Delegiertenversammlung des Bundesverbandes      Windenergie  e. V. am 10.4.2014 bei der Hannover- Messe

 

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Eine tolle Gelegenheit, das Filmprojekt vor den Delegierten des mit 20.000 Mitgliedern größten Verbandes der Erneuerbaren Energien vorzustellen!

Da ich schon lange Mitglied im BWE bin, konnte ich den Antrag auf Unterstützung des Filmprojektes auf der Bühne vorstellen- mit vollem Erfolg!

Der BWE ist mittlerweile Sponsor und hat zugesagt, uns bei der Verbreitung unseres Projektes weiterhin behilflich zu sein.

 

Gerhard Kreutz

Botschafter des Filmprojektes


Fortsetzung folgt!

image_manager__ew_300_breit_energiewende_jetztDer erfolgreichste Dokumentarfilm des Jahres 2010 www.energyautonomy.de erregte durch seine atemberaubende Vision einer weltweiten Abkehr von den fossilen Energieträgern Aufsehen und läuft derzeit mit großem Erfolg in Japan.

Nun wird der zweite Kinofilm des preisgekrönten Regisseurs Carl-A. Fechner mit dem Arbeitstitel EINDEUTSCHES ENERGIEMÄRCHEN, der Ende 2013 in die deutschen Kinos kommen soll, die Energierevolution in Deutschland thematisieren- emotional, faktenreich und kompromisslos.

In der Filmgeschichte beispiellos ist das Filmprojekt, weil es von einer kleinen Initiativgruppe aus Kirchberg/Jagst angestoßen wurde: Der Verein “Energiewende Hohenlohe e. V.” will 1 Million Euro einsammeln und beauftragt das Büro fechnerMEDIA mit der Filmproduktion. Im Oktober soll bereits der Trailer produziert werden.


Das gemeinsame Filmprojekt von Energiewende Hohenlohe e.V. und fechnerMEDIA GmbH im Fokus der Öffentlichkeit

image_manager__ew_300_breit_podium_trailerprBeim 25jährigen Jubiläum des Umweltministeriums Baden-Württemberg in der Stuttgarter Liederhalle wurde der erste Trailer zum zukünftigen Kino-Dokumentarfilm EINDEUTSCHES ENERGIEMÄRCHEN(AT) vor großem Publikum vorgestellt. Der Trailer reißt die großen Spannungsfelder im Bereich der Energiewende an und lädt zur Unterstützung des Filmprojekts ein.

Die Rednerliste der Jubiläumsveranstaltung am 07.11.12 in Stuttgart war prominent besetzt. Neben dem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und Umweltminister Franz Untersteller hatte auch der Bundesaußenminister a.D. Joschka Fischer einen Gastauftritt. Alle drei machten deutlich, dass Deutschland mit der Energiewende weltweit eine Vorreiterrolle übernimmt. Sollte sie also hier, in einem der führenden Industrieländer gelingen, wäre das ein globales Zeichen: Die Menschheit ist in der Lage, die Anforderungen der Moderne energetisch zu meistern, ohne dabei seine natürliche Lebensgrundlage zu zerstören.

Auch der international bekannte und preisgekrönte Regisseur Carl.A.Fechner vertritt diese Meinung. Sein bisher ambitioniertestes Projekt DIE 4. REVOLUTION – ENERGYAUTONOMY wurde im Jahr 2010 zum meistgesehenen Kino-Dokumentarfilm in Deutschland. Übersetzt in 25 Sprachen fand und findet er bis heute ein Millionenpublikum in über 30 Ländern der Erde. „Während die Welt nach Deutschland schaut, schaut Deutschland nach Baden-Württemberg und Baden-Württemberg schaut nach Hohenlohe. Hier sehen wir alle Aspekte der Energiewende. Das macht diese Region so spannend, nicht nur für das deutsche, sondern auch für das internationale Publikum“, sagt er in Bezug auf das kommende Filmprojekt EIN DEUTSCHES ENERGIEMÄRCHEN (AT).

Bevor dieser Film jedoch realisiert werden kann, muss er erst finanziert werden. Auch hier betritt die Produktions-Crew Neuland. Noch nie in der deutschen Filmgeschichte hat es einen Kino-Dokumentarfilm gegeben, der von einer Bürgerinitiative finanziert wird. Der Förderverein Energiewende Hohenlohe e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, eine breite Finanzierungsbasis aus der Gesellschaft heraus auf die Beine zu stellen. Damit soll das ambitionierte Budget von einer Million Euro gestemmt werden. Alle Formen der Beteiligung sind dabei möglich: Von einer DVD-Vorbestellung, über eine Mitgliedschaft im Verein, einen Kauf virtueller Filmbausteine in Höhe von 1000,- Euro, bis hin zu einem Sponsoring ab 20.000,- Euro.

Der in Stuttgart präsentierte Trailer ist ein wichtiger Baustein dieser Finanzierungskampagne. Er zeigt die Entschlossenheit der Hohenloher für die Energiewende zu kämpfen, um die Schönheit dieses Fleckchen Erde für ihre Kinder und Enkelkinder zu erhalten. Man merkt es sofort, hier hat man es mit Machern zu tun, mit einer großen Portion Hohenloher Beharrlichkeit. Es geht um nichts geringeres, als um den Aufbruch in eine moderne Gesellschaft des 21. Jahrhunderts – mit einer dezentralen, gerechten Energieversorgung aus 100% Erneuerbaren Energien, einer nachhaltigen, ökologischen Landwirtschaft und einer material- und energieeffizienten Produktionsweise. Eine Aussage mit globalem Nachahmungspotenzial.

Das anspruchsvolle Publikum der Jubiläumsveranstaltung war tief beeindruckt von den Bildern und der Musik des Trailers. „Großes Kino!“ kommentierte der Moderator der Veranstaltung Werner Eckert im Anschluss an die Vorführung.

Ab sofort kann der Trailer auch im Internet auf der Webseite des Energiewende Hohenlohe e.V. gesehen werden. Zudem findet man hier eine Menge interessanten Materials rund um das Filmprojekt EIN DEUTSCHES ENERGIEMÄRCHEN (AT).

Weitere Informationen

Der Verein Energiewende Hohenlohe e.V. ist am 13.07.2012 zur Finanzierung des Filmprojekts EIN DEUTSCHES ENERGIEMÄRCHEN (AT) gegründet worden. Unter dem Vorsitz von Gerhard Kreutz, Edwin Kraus und Dietmar Kuschel zählt er mittlerweile über 80 Mitglieder. Seit der Gründung ist es ihm gelungen über 70.000 Euro an Supporter- und Sponsorengeldern zu sammeln, aus denen auch die Produktion des Trailers finanziert wurde. Der Hauptfilm soll in einer Kino-, TV- und DVD-Fassung realisiert und von einem umfassenden cross-medialen Programm begleitet werden. Die Gesamtkosten der Produktion belaufen sich auf eine Million Euro. Die Realisierung soll dabei in mehreren Einzelschritten erfolgen. Nach der Einnahme der nächsten 100.000 Euro wird im Laufe von ca. 8 Wochen das Drehbuch verfasst.

Die fechnerMEDIA GmbH produziert seit über 20 Jahren unter dem Motto „VorBilder zu nachhaltigem Handeln“ Dokumentarfilme im Themenbereich ökologisch-nachhaltiger Entwicklung. Das Unternehmen ist profilierter Partner, wenn es darum geht, mit medialen Mitteln Antworten zu geben, Perspektiven zu zeigen und Mut zu machen. Durch faszinierende Bilder erleichtert die Experten-Crew um den Geschäftsführer und preisgekrönten Regisseur Carl-A. Fechner das Begreifen komplexer gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Zusammenhänge. Im Mittelpunkt der Filmproduktion und Publikation steht stets die Idee einer gerechten und friedlichen Gesellschaft.

Das bisher ambitionierteste Projekt der fechnerMEDIA war DIE 4. REVOLUTION –ENERGY AUTONOMY. Ein Film über weltweit angesiedelte Spitzenprojekte aus dem Bereich Erneuerbarer Energien. Mit 131.500 Zuschauern wurde dieser zum erfolgreichsten deutschen Kino-Dokumentarfilm des Jahres 2010 und wird nach wie vor weltweit von einem Millionenpublikum gesehen.

Mit dem Projekt EIN DEUTSCHES ENERGIEMÄRCHEN (AT) soll das Thema der Energieautonomie fortgeführt und vertieft werden. Am Beispiel der Region Hohenlohe werden die Chancen und Möglichkeiten, aber auch Widerstände und Kritik an der Energiewende dargestellt werden – gleichermaßen für ein deutsches wie internationales Publikum. Dabei steht eine Aussage im Mittelpunkt: Die Energiewende ist möglich – dezentral, integrativ und unter Einbeziehung aller Interessen der Wirtschaft ebenso wie des Naturschutzes. Es geht um die Innenansichten der 4. Revolution.

Foto: Martin Stollberg. Von links nach rechts: Edwin Kraus (2. Vorsitzender Energiewende Hohenlohe e.V.), Carl-A. Fechner (Geschäftsführer und Regisseur der fechnerMEDIA GmbH), Franz Untersteller (Umweltminister Baden-Württemberg), Dietmar Kuschel (3. Vereinsvorsitzender) und Gerhard Kreutz (1. Vereinsvorsitzender) bei der Vorstellung des Filmprojekts in der Liederhalle Stuttgart am 07.11.12.


Offener Brief an die Ministerpräsidenten der Länder

energiewende_jetzt_1Offener Brief an die Ministerpräsidenten der Länder

Das Bündnis Bürgerenergie e.V. und Greenpeace Energy eG haben an die Ministerpräsidenten der Länder einen offenen Brief formuliert mit der Forderung, die dezentrale Bürgerenergiewende zu fördern, anstatt sie auszubremsen. Denn eins ist sicher: Sollte die angedachte Reform des EEG Realität werden, wird nicht nur ein innovativer Ansatz der Energieversorgung im Keim erstickt, der das Potential hätte, zum Exportschlager zu werden. Es wäre auch die Möglichkeit vertan, mehr Demokratie in die Wirtschaft als Ganzes zu bringen.Vertreter von 342 Bürgerenergie-Gesellschaften haben den Brief unterschrieben. Natürlich sind auch wir dabei!

Hier der Brief inklusive Unterzeichnerliste zur Ansicht und zum Download:

Offener Brief an die Ministerpräsidenten der Länder


Weihnachtliche Vorfreude mit Energiewende Hohenlohe

image_manager__ew_300_breit_mia_bu__ro_hpZum Abschluss des Jahres 2013 möchten wir noch ein kleines Highlight setzen und gemeinsam mit Ihnen den Zauber der Adventszeit in Kirchberg an der Jagst genießen.

In festlicher Atmosphäre, mit heißen Speisen und Getränken bieten wir einen Einblick in unsere tägliche Arbeit, ebenso wie in die spannende Welt der Dokumentarfilmproduktion. Erfahren Sie aus erster Hand wie man eine unabhängige Filmfinanzierung gestalten kann und welche Schritte nötig sind, bis ein Film über einen Fernsehschirm oder eine Kinoleinwand läuft. Sehen Sie in unserem Vorführungsraum filmische Leckerbissen aus dem Verlagsprogramm von fechnerMEDIA und nutzen Sie am Samstag die Gelegenheit mit dem Regisseur Carl A. Fechner über das Filmprojekt

CHANGE – EIN DEUTSCHES ENERGIEMÄRCHEN zu sprechen.

Eine tolle Gelegenheit zusammen mit der ganzen Familie der Hektik des Alltags zu entfliehen und am Rande eines der schönsten und ältesten Weihnachtsmärkte unserer Region das Filmbüro des Energiewende Hohenlohe e.V. zu besuchen!

Wir freuen uns auf Sie!

Das Wichtigste auf einen Blick:

Was: Weihnachtliche Vorfreude mit Energiewende Hohenlohe e.V.
Wann: Am 07. und 08. Dezember 2013, ab 15.00 Uhr
Wo: Am Burgberg 5, 74592 Kirchberg an der Jagst

Das Filmprogramm:

Samstag, 07. Dezember:

16.00 Uhr – WEIL ICH LÄNGER LEBE ALS DU (45 min.)
18.00 Uhr – DIE 4. REVOLUTION ENERGY AUTONOMY ( 83 min.)

Sonntag, 08. Dezember:

15.30 Uhr – ATOMMÜLL IN MEINEM GARTEN (28 min.)
16.30 Uhr – STADT DER ZUKUNFT – ZUKUNFT DER STADT (45 min.)
17.30 Uhr – WIE WIRD DIE STADT SATT? (45 min.)
19.00 Uhr – SOLUTIONS! (Kurzfilmsammlung, 53 min.)


Jahreshauptversammlung des Filmfördervereins Energiewende Hohenlohe e.V.

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Carl A. Fechner berichtet vor den Vereinsmitgliedern über den Stand der Drehbuchrecherche © Energiewende Hohenlohe e.V.


KommunalPartner beteiligen sich am Filmprojekt POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion

image_manager__ew_300_breit_starkelocalplayerNach der stimmungsvollen Eröffnung des Filmbüros in Kirchberg an der Jagst gibt es nun eine weitere gute Nachricht in Bezug auf die Projektfinanzierung: Das Kino-Dokumentarfilmprojekt der fechnerMEDIA GmbH CHANGEEINDEUTSCHES ENERGIEMÄRCHEN(AT) wird jetzt mit der Unterstützung des Vereins Energiewende Hohenlohe e.V. und der KommunalPartner Beteiligungsgesellschaft mbH & Co KG, einem Zusammenschluss von sechs kommunalen Stadtwerken in Baden-Württemberg, realisiert. Mit ihrer Beteiligung ermöglichen die KommunalPartner das Verfassen des Drehbuchs für den künftigen Film. Der Regisseur Carl A. Fechner wird sich in den kommenden Monaten ganz dieser Aufgabe widmen und zu Papier bringen, was später auf der Kinoleinwand zu sehen sein wird.

Mit dieser Beteiligung erreicht die Projektfinanzierung die nächste Produktionsphase. Ab sofort engagieren sich alle drei Partner dafür bis zum Ende des Jahres das restliche Budget für die Produktion sicherzustellen, damit die Dreharbeiten direkt im Anschluss an die Fertigstellung des Drehbuchs beginnen können. Inhaltlich wird der künftige Film Projekte und Regionen über Hohenlohe hinaus darstellen, um auf diese Weise den gesamtdeutschen Charakter der dezentralen Energiewende besser zur Geltung zu bringen.

© KommunalPartner


Schletter GmbH gewinnt den begehrten Intersolar Award 2013

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Schletter GmbH, der jüngste Sponsor des Filmprojekts CHANGEEIN DEUTSCHESENERGIEMÄRCHEN, gewinnt auf der diesjährigen Intersolar Europe in München den begehrten Intersolar Award 2013 in der Kategorie Photovoltaik. Die Juroren haben sich von der Smart PV Charge-Lösung des Unternehmens überzeugen lassen, mit deren Hilfe sich der Eigenverbrauch des Solarstroms unter Einbeziehung der Batterie eines Elektrofahrzeugs optimieren und steigern lässt.

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Wie lässt sich der Eigenverbrauchsanteil an Solarstrom steigern? Dies ist eine der Preisfragen der Photovoltaik. Die Antwort von Schletter GmbH: Smart PV Charge©. Für diese hat das Unternehmen nun den zugehörigen Preis gewonnen: den Intersolar Award 2013.

Zusammen mit einer Photovoltaikanlage und einem Elektrofahrzeug ermöglicht Smart PV Charge© Eigenverbrauchsquoten von bis zu 80 Prozent. Denn das System denkt mit: Immer dann, wenn die gewonnene Solarenergie nicht für andere Geräte benötigt wird, schaltet Smart PV Charge© das Ladegerät des Elektrofahrzeugs ein und stimmt die Ladeenergie auf den Ertrag der Anlage ab. Statt also den Energiebedarf im Haushalt der Sonneneinstrahlung anzupassen, verwendet das System den Fahrzeug-Akku, um überschüssigen Solarstrom zu speichern.

Denn während sich Bedarfsspitzen im Haushalt zeitlich nur sehr begrenzt regeln lassen, haben Elektrofahrzeuge meist Standzeiten von einigen Stunden – Spielraum genug, um Leistungsspitzen flexibel zu nutzen. Und wenn’s mal eilig ist, lädt Smart PV Charge© das Elektrofahrzeug auch sofort und wetterunabhängig. Eine intelligente Lösung, die auch die Juroren der Intersolar überzeugte.


Ein Gruß zum Abschied

Jetzt, wo für mich die Arbeit am Projekt vorüber ist und ich zurück nach Wien gehe, um dort meine Masterarbeit zu schreiben, ist mir eines der schönsten Erlebnisse, während meiner Zeit in Hohenlohe wieder eingefallen, das ich beim Dreh zu unserem Trailer vergangenen Oktober hatte:

Was gibt es schöneres, dachte ich mir, als früh morgens aufzustehen und die ersten Sonnenstrahlen über den Felder und Dörfern Hohenlohes auf Film zu bannen. Und einer der ersten Protagonisten sagte während des Trailer-Drehs: „Ich denke unsere Kinder werden später einmal sagen: Warum habt ihr die Windräder nicht früher aufgestellt? Und wenn das erste Windrad, das kulturbedeutsam geworden ist, abgebaut wird, dann werden die Menschen sagen: Nein, nein, das muss stehen bleiben.“

Da musste ich schmunzeln.

Ich glaube an das Energiemärchen – helfen auch Sie mit, es zu realisieren!

Ich danke dem Energiewende Hohenlohe e.V. und dem fechnerMEDIA-Team für die lehrreiche und spannende Zeit in Hohenlohe und wünsche allen alles Gute für die Zukunft!

Eure Julia Snajdr


Fahren mit neuem Bewusstsein – unsere MIA im “ländlichen” Alltagstest.

Seit einiger Zeit komme ich in den Genuss, ein Elektroleichtfahrzeug zu fahren. Eine Französin mit dem klingenden Namen MIA, die uns mit Unterstützung von Jukatan aus Öhringen durch Lautlos-durch-Deutschland zur Verfügung gestellt wurde. In der erste Woche mit dem Wagen, mitten im eiskalten Februar, war ich damit zu Besuch bei meinen Großeltern. Abends dort angekommen zeigte ich den Wagen meinem Großvater und bot ihm eine kleine Spritztour an. Mein Großvater bekam sofort einen aufgeregten Glanz in seinen Augen und nahm im Handumdrehen im Auto Platz. Er ist schon vieles gefahren, aber ein Elektroauto gehörte bisher nicht dazu. Während wir eine Runde um den Block drehten, erklärte ich ihm die Besonderheiten: Worauf man beim Fahren achten muss, was es mit dem Zurückholen der Bremsenergie auf sich hat, mögliche Reichweite, das Aufladen und was man dabei im Winter beachten muss. Als wir zurück kamen, stieg er etwas umständlich durch die Seitentür der MIA aus und sagte, schon deutlich skeptischer gestimmt: „Interessant. Die Technik ist aber noch nicht ganz ausgereift, oder?“

Nun, was soll ich sagen? Erstens, ist aller Anfang nur selten einfach. Und zweitens: An die MIA mit der klassischen Erwartung, wie an ein Fahrzeug der Verbrenner-Klasse heranzugehen, ist nicht ganz der richtige Ansatz. Denn das Spannende daran ist das Neue darin. Mit einem Elektroauto, besonders der leichten Variante, wie der MIA, holt man sich zunächst ein kleines Hobby ins Haus, das sehr bald einen Schub neues Bewusstsein auslöst, der wiederum dazu führt, dass man anfängt Zeit und Raum sowie Entfernungen in beidem anders wahrzunehmen.

Das beginnt bereits beim Tanken, Verzeihung, beim Laden des Autos. Unsere sehr nachhaltig gestaltete kulturökonomische Erziehung hat uns gelehrt, dass der Tankvorgang nach Möglichkeit schnell und, abhängig von der Marktlage, so günstig wie möglich zu erledigen ist. Man fährt an der Zapfsäule vor, füllt eine gewisse Anzahl von Litern Benzin in den Tank, bezahlt dafür meistens eine Summe, die nur bei den Wenigsten ein freudiges Lächeln auslöst, erkauft sich dafür aber auch die Gewissheit, sich eine Weile lang nicht mehr mit dieser Frage beschäftigen zu müssen. Natürlich nur sofern man nicht gerade eine längere Fahrt vor sich hat und nur die Alltagsstrecken zu bewältigen sind. Im Übrigen machen gerade diese  täglichen Strecken in einem Umkreis von etwa 60 Kilometern den Großteil unserer Bewegung mit dem Auto aus.

Bei der MIA ist es mit dem Laden sowohl einfacher als auch komplizierter im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen. Die deutlich geringeren Kosten für den Fahrstrom lasse ich dabei mal vollkommen außen vor. Einfacher ist es, weil man von oder zur Arbeit kommend, einen Ladekabel aus dem Kofferraum holt, damit den Wagen mit einer haushaltsüblichen Steckdose verbindet und sogleich seinen sonstigen Geschäften nachgehen kann. Komplizierter ist es, weil man dabei immer zwei Grundsätze im Hinterkopf haben muss: Der Ladevorgang dauert und es gilt stets, den teueren Lithium-Ionen-Akku zu schonen. In Kombination bedeutet das: Man muss nicht nur auf der Straße vorausschauend agieren, sondern sich gegebenenfalls auch schon vor und zwischen den Fahrten Gedanken darüber machen, was man noch so vor hat am Tag. Für die volle Reichweite von 80 bis 100 Kilometern nimmt das Laden ca. 5 Stunden Zeit in Anspruch. Dabei erhält sich die Lebensdauer des Akkus am besten, wenn er sich so wenig wie möglich in dem extrem niedrigen oder dem extrem hohen Spannungsbereich befindet. Sprich, so selten wie möglich ganz voll oder ganz leer ist.

Im Alltag kann das etwa Folgendes bedeuten: Hat man eine Strecke von etwa 35 Kilometern zur Arbeit zu fahren, wird man mit einer etwa halbvollen Ladung dort ankommen, zumal wenn man bergauf, bergab unterwegs ist und der Verbrauch unter anderem auch von der Beschaffenheit der Landschaft abhängt. Wenn man dann weiß, dass man erst wieder zum Feierabend fahren muss, lässt man den Wagen zunächst im mittleren Spannungsbereich stehen und startet den Ladevorgang erst ca. 2,5 Stunden vor Feierabend. Im Winter ist es wiederum etwas anderes. Ist der Akku länger der Kälte ausgesetzt, nimmt er keine Ladung auf. Will heißen, laden direkt im Anschluss an die Fahrt, solange die Batterie noch warm ist. Ja das alles bedeutet weniger Flexibilität, mehr Planung, vorausschauendes Denken und ein Bewusstsein für einflussnehmende  Faktoren und mögliche Eventualitäten. Die Frage ist nur, ob das wirklich so verkehrt ist?

Auch das Fahren der MIA bringt einige Besonderheiten mit sich.  Das erste Stichwort, das mir dazu einfällt ist „Entschleunigung“. Klar fährt man langsamer. Auch wenn der Wagen in der Spitze 110 km/h bringen kann, so müssen dafür schon einige Faktoren zusammen kommen, wie etwa abfallendes Gelände und Rückenwind. Ansonsten bewegt man sich mit durchschnittlich 80 km/h durch die Landschaft, auch weil es generell empfehlenswert ist im sparsamen Eco-Modus zu fahren. Im Hügeligen Hohenlohe auch mal deutlich langsamer, wenn es gerade mal wieder bergauf geht.

Wenn man dabei den ersten Reflex abgelegt hat, innerlich schlechtes Gewissen gegenüber der Mercedes-Limousine hinter einem zu empfinden, die über Kilometer hinweg keine Möglichkeit hat, einen zu überholen, beginnt man die Fahrt auf eine andere, ursprünglichere Art und Weise zu genießen. Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Eisenbahn so langsam die Kutsche als gängiges Transportmittel abgelöst hat, haben viele Erfahrungsberichte bezüglich der neuen Fortbewegungsart einhellig festgestellt, dass sich dabei die Wahrnehmung der Landschaft stark verändert. Während der Fahrt in der langsamen Kutsche hatte der Reisende die Gelegenheit, seinen Blick in die Weite schweifen zu lassen und selbst Objekte in weiter Ferne noch bewusst wahrzunehmen. Mit dem Aufkommen der Eisenbahn ging diese Möglichkeit gänzlich verloren. Je schneller die Züge wurden, desto weniger Tiefe hatte man in der Betrachtung der Landschaft während der Reise. Man denke nur an eine Fahrt mit dem ICE. Nur selten bekommt man die Gelegenheit sich mit dem Blick länger als einige Sekunden an einem Objekt festzuhalten. Die Welt rast schlicht an einem vorbei.

Mit dem Auto ist es ganz ähnlich. Die Möglichkeit in jedem Gelände schnell zu fahren, führt zu einer notwendigen ständigen Konzentration auf die Straße. Die Außenwelt verkürzt sich zu einem Tunnel, der aus der Fahrbahn und anderen Verkehrsteilnehmern besteht. Die MIA durchbricht diese Tunnelwahrnehmung ein Stück weit. Natürlich muss man sich nach wie vor auf den Verkehr konzentrieren. Aber ich muss gestehen, seit ich im Elektrofahrzeug unterwegs bin, habe ich deutlich mehr von der Hohenloher Landschaft wahrgenommen als vorher. Die Fahrt damit hat wieder mehr den Charakter einer Reise angenommen, als wie bisher eines schnellstmöglichen Transfers von A nach B. Sicher ist man ständig mehr oder minder in einem Sonntagstempo unterwegs und muss auch hier mehr Zeit für die Wege einrechnen. Aber sowohl das Ankommen als auch die Fahrt gestalten sich deutlich entspannter. Man legt die notorische Eile im Straßenverkehr ab und lernt es, sich in vorausschauender Geduld zu üben. Warum denn auch nicht? Auch wenn es der Zeitgeist uns glauben machen möchte, es gibt im Grunde nichts, was einem davon läuft. Und wenn doch, dann muss man eben etwas früher losfahren.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass sich die Elektroleichtfahrzeuge, wie unsere MIA, nicht nur für die Stadt eignen, sondern auch auf dem Land gut zu gebrauchen sind. Man erreicht damit alle Ziele des täglichen Bedarfs. Sofern diese nicht all zu weit entfernt liegen und man sich die Mühe macht, etwas voraus zu planen.  Dass sich die Technik, vor allem im Bereich der Akkus, im Moment noch in den Anfängen befindet, ist kein Argument, das dagegen spricht. Im Gegenteil: Die kollektive Erfahrung der Menschheit hat bisher gezeigt, dass es kein Problem gibt, für das keine Lösung gefunden werden kann. Man muss es nur wollen. Klar waren die Anreize für technische Lösungen bisher zumeist finanzieller Natur und getrieben von einem dezidiert profitorientierten Denken. Das bedeutet jedoch nicht, dass dies die einzigen Anreize für menschliches Handeln sind und auch nicht, dass sie ewige Gültigkeit haben. Warum sich nicht mal von einem nachhaltigen Bewusstsein treiben lassen, als Hersteller und als Verbraucher. Gerade im Bereich der Mobilität kann man da einiges Bewegen.

Ich für meinen Teil mache jetzt mit der MIA eine Sonntagsausfahrt zur Bibersfelder Besenwirtschaft. Freue mich schon auf die deftige lokale Küche. Dass ich dabei keinerlei CO2 freisetze und Tankstellen nur noch gelegentlich aufsuche, um mir einen Coffee-to-go zu holen, macht die Sache nur noch angenehmer.