POWER TO CHANGE: Wie alles begann…

Wie hat das eigentlich alles angefangen mit POWER TO CHANGE? Hartmut G. Müller war dabei und erinnert sich:

 

… am Freitag den 10.06.2011 fuhren Edwin Kraus und ich, nichts ahnend, was uns an diesem Tag spannendes erwarten würde, auf die Intersolar-Messe in München.

Wir besprachen den groben Tagesablauf und besuchten dann gemeinsam einige wichtige Geschäftspartner. Um die Mittagszeit ging jeder seinen eigenen Weg.

 An der Eingangstüre einer Messehalle entdeckte ich ein Plakat des FilmsBanner_4_revolution

DIE 4. REVOLUTION – ENERGY AUTONOMY.

Mir fiel dabei ein, dass Edwin Kraus einmal erzählte, mit seiner Belegschaft  begeistert den Kino-Dokumentarfilm des bekannten Filmemachers und  Produzenten Carl A. Fechner im Kino „Klappe“ in Kirchberg gesehen zu haben. Ich  selbst war damals mit Freunden im Kino, um diesen bewegenden Film zu schauen.

Beim Betreten der Halle wurde mein Blick sofort von einem gelblich aufgemachten  Messestand angezogen. Eine Vielzahl von Plakaten und DVDs der 4.  REVOLUTION  machten auf den Film aufmerksam.

Dann wurde ich von einer sehr netten Dame angesprochen:

„Mein Name ist Katja Grundmann, wie darf ich Ihnen behilflich sein?“

Ich wollte mich zur damaligen Zeit sowieso bezüglich der Vorführrechte des Filmes  erkundigen. Also kam mir die Gelegenheit recht, mit Frau Grundmann darüber zu sprechen. Sie bat um etwas Geduld und sagte, ich würde das in Kürze mit dem Regisseur Carl-A. Fechner selbst besprechen können. Wenige Minuten später war es dann soweit. Herr Fechner kam und begrüßte mich. Für mich war das ein sehr bewegender Moment. Ich konnte es kaum glauben, wie mir gerade geschah. Nach einem sehr interessanten Gespräch nutzte ich die Gunst der Stunde, mit Herrn Fechner einen Termin zu vereinbaren, um ihm den Energie-Pionier Edwin Kraus vorzustellen.

Der Termin sollte allerdings erst nach 18.00 Uhr stattfinden, da Herr Fechner vorher noch einige wichtige Gesprächstermine hatte.

Gegen 17.00 Uhr traf ich mich wieder mit Edwin Kraus. Schon etwas Müde von den vielzähligen Gesprächen, bat er darum den Heimweg anzutreten.

„Das können wir noch nicht,“ entgegnete ich. „Sie haben um 18.00 Uhr noch einen wichtigen Termin.“

Fechner 1(v.l.): Katja Grundmann, Irja Martens, Edwin Kraus, Carl. A. Fechner, Cornelius Braitmaier, Hartmut G. Müller

Als sie die benachbarte Messehalle betraten, sagte Kraus: „Hier machen sie sogar Werbung für den Film die 4. Revolution.“

„Es kommt noch besser, wir haben sogar einen Termin mit dem Regisseur Carl-A. Fechner,“ erwiderte ich.

Kurz darauf begann die Geburtsstunde von CHANGE!

Irja Martens, die Redakteurin und Projektmanagerin der fechnerMEDIA GmbH schloss sich ebenfalls dem Gespräch an. Den Erfahrungen, Geschichten und Erlebnissen aller Beteiligten schlossen sich Ideen und Visionen an und Edy Kraus schlug euphorisch vor, den Folgefilm zur 4. REVOLUTION anhand regionaler Projekte zu drehen.

Fechner 2

Knapp drei Wochen später, am 29. Juni 2011, folgte der nächste wichtige Schritt. Carl A. Fechner, Irja Martens und Katja Grundmann von fechnerMEDIA kamen zu Besuch nach Rot am See. Es sollte das erste Arbeitstreffen zu CHANGE – DIE REVOLTION GEHT WEITER werden.

Die Geschichte nahm ihren Lauf…


Innovationen aus der grünen StartUp-Szene

Die Kollegen von energieinitiative.org haben für uns einen Gastbeitrag geschrieben. Darin stellen sie  vier Solarinnovationen vor, welche in verschiedenen Lebensbereichen in die Zukunft weisen. Von Reise- und Campinggadgets bis zu großen Technik- und Infrastrukturvorhaben.

Diese Technologien und Konzepte begeistern

Das Thema Umweltschutz hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Begründet wird das mit dem gestiegenen Umweltbewusstsein der Verbraucher, nicht zuletzt wegen des Reaktorunglücks in Fukushima. Neben den Solarpanels, die mittlerweile weit verbreitet sind, sorgen Innovationen aus der StartUp-Szene für Aufsehen. Strom wird zukünftig dank technischer Raffinessen noch effizienter produziert werden können. Die innovativen Erfindungen können auch andersweitig praktisch eingesetzt werden. Im Folgetext werden einige Ideen und Konzepte vorgestellt, die unsere Welt verändern könnten.

Solarstraßen – funktionelle und Strom produzierende Straßen

Solarstraßen

Das Ehepaar Scott und Julie Brusaw aus den USA haben eine tolle Idee, die ihnen über eine Millionen Dollar von Unterstützern brachte: Solarstraßen. Das Konzept ist dabei einfach. Anstatt Beton, sollen die Straßen künftig aus Solarzellen bestehen, die Strom erzeugen können, aber auch eine Reihe weiterer Aufgaben übernehmen. So wird es aufgrund der gesammelten Wärme nie wieder Glatteis geben. Bestimmte Abschnitte können variabel eingesetzt werden, da sich das Erscheinungsbild der Oberfläche umrprogrammieren lässt: so kann ein Parkplatz beispielsweise in Sekundenschnelle in einen Kinderspielplatz umgewandelt werden. Ein Plan für die Zukunft ist das automatische Beladen von Elektroautos, um die Elektromobilität voranzubringen. Derzeit befindet sich die Technologie noch in den Kinderschuhen, doch haben erste Prototypen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass wir nicht mehr lange auf die Serienproduktion warten müssen. Diese Idee könnte die ganze Welt revolutionieren. Das Video zeigt das Potenzial der Zellen und der neuen Straßen, wie sie sich das Ehepaar Brusaw vorstellt.

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Solz – Solarbetriebener Rucksack

Solarrucksack

Eine gute Nachricht für alle, die oft und gerne unterwegs sind und auf ihre Elektrogeräte nicht verzichten wollen. Solz hat einen solarbetriebenen Rucksack hergestellt, der mit drei 1,5 Watt Solarpanels und einem Akku bestückt ist, der den Strom speichert und freigibt, wenn er gebraucht wird. Der Rucksack bietet Platz für ein Notebook und viele andere Geräte wie Smartphones. Die Kompatibilität stellt dabei kein Problem dar, da zahlreiche Adapter vorhanden sind, mit denen sich die Geräte anschließen lassen. So kann man problemlos während einer Reise Strom sammeln und seine Geräte kinderleicht versorgen. Bisher gab es einige Prototypen, die sehr gut funktionierten und recht bald wird der Rucksack in Serienproduktion gehen.

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Der Anywhere Fridge – der solarbetriebene Kühlschrank

Anywherefridge

Der Anywhere Fridge soll das erfüllen, was der Name verspricht: den Kühlschrank überall verfügbar machen. Es handelt sich dabei um einen Kühlschrank mit angebauten Solarpanels. Das bedeutet, dass der Kühlschrank überall Strom generieren kann, um sich selbst in Betrieb zu halten. Kühlakkus oder Steckdosen gehören damit der Vergangenheit an. Er ist äußerst praktisch, da er über Rollen einfach transportiert werden kann. Er bietet außerdem viel Platz für verschiedene Lebensmittel und Getränke. Perfekt für einen Tag am Strand oder für den Campingausflug.

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Rawlemoon – Solarstrom aus Glaskugeln

Rawlemoon

Der Deutsche Entwickler André Brößel hat einen neuartigen Solarkollektor in Form einer Glaskugel  entworfen. Dieser Kollektor ist wesentlich effizienter als die bekannten Solarpanels, weil er einige Vorteile mit sich bringt. Er muss beispielsweise nicht ausgerichtet werden. Egal wo die Sonneneinstrahlung eintrifft: sie wird genutzt. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass die Sonneneinstrahlung bis zu 20.000 Mal verstärkt wird und dementsprechend mehr Strom gleichmäßig produziert werden kann. Das bedeutet im Klartext, dass die Glaskugel rund 70 Prozent effizienter ist als konventionelle Solarpanels. Das Projekt, bzw. die Idee wird durch Crowdfunding finanziert und soll bald in Serienproduktion gehen.

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Tipp: Alles zum Thema Ökostrom gibt es auf Energieinitiative.org


Jetzt CHANGE als Crowdfunder unterstützen

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Der Blick aus dem Fenster reicht aus, um zu begreifen, dass sich etwas verändert da draußen. Nasse, statt weiße Weihnachten und im Januar frühlingshaft milde Temperaturen in Europa. Weltweit betrachtet schlägt das Wetter sogar noch deutlich dramatischere Kapriolen. Der Klimawandel ist real und er ist da. Es gibt kaum jemanden, der das noch bestreiten würde. Man sollte meinen, dass sich in dieser Situation alle darum bemühen müssten, etwas zu ändern. Und doch, die Energiewende in Deutschland, ein Umgestaltungsprozess historischen Ausmaßes, findet nicht nur Befürworter. Im Gegenteil! Es gibt einen Gegenwind, der die Umstellung auf dezentrale Energieversorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien zum Erliegen zu bringen droht.

Anbetracht aktueller, auch internationaler Entwicklungen und Krisen, wollten wir ein Zeichen setzen und etwas unternehmen. Und wir hatten eine Idee! In einer Kooperation zwischen dem Filmförderverein Energiewende Hohenlohe e.V. und fechnerMEDIA GmbH (DIE 4. REVOLUTION von Carl A. Fechner, 2010) wollten wir einen Kino-Dokumentarfilm finanzieren und produzieren, der klar und deutlich eine wichtige Aussage transportiert: Die dezentrale Energiewende ist möglich! Und zwar viel schneller als ihre Gegner behaupten. Wir müssen es nur wollen und dafür kämpfen! CHANGE – DIE REVOLUTION GEHT WEITER!

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Heute, zweieinhalb Jahre später, sind wir fast am Ziel. Vom geplanten und sehr ambitionierten Budget von 1,3 Millionen Euro fehlen uns nur noch 97 Tausend. Diese wollen wir in den kommenden drei Monaten durch ein Crowdfunding zusammen bringen. Dezentrale Finanzierung für einen Film über Chancen und Möglichkeiten einer dezentralen Energieversorgung. Klingt doch logisch! Bereits heute können wir schon auf die Unterstützung von rund 20 Sponsoren, 30 Supportern und über 100 Vereinsmitglieder zählen, die gemeinsam mit uns den alltäglichen Kampf vieler Menschen um die Energiewende auf die mediale Weltbühne projizieren und diesen so sinnlich erlebbar machen wollen. Machen auch Sie mit! Gehen Sie auf die CHANGE – Kampagne, sichern Sie sich attraktive Dankeschöns für Ihre finanzielle Unterstützung oder werden Sie einfach nur Fan des Projekts.

Wir wollen verändern. Zusammen mit Ihnen!


2014 war das wärmste der letzten 135 Jahre

Bloomberg hat die Daten von National Climatic Data Center (NCDC) genommen und eine animierte Grafik daraus erstellt. Diese zeigt chronologisch auf, wie sich die globale Durchschnittstemperatur im Verlauf der vergangenen 135 Jahre permanent erhöht. Ein Wandel, der dramatisch an Geschwindigkeit zunimmt.

Bildschirmfoto 2015-01-18 um 09.00.00Quelle: Bloomberg, 2015

Es dürfte keinem entgangen sein, dass die Winter in unseren Breitengraden immer milder werden. Kaum noch Schnee und Temperaturen, die eher an Herbst oder Frühjahr denken lassen. Wintersportfans können ein eigenes Lied davon singen. Dass der Klimawandel dafür verantwortlich ist, darüber sind sich mittlerweile (fast) alle einig. Aber ist dieser wirklich vom Menschen gemacht? Oder nicht doch eher den natürlichen Temperaturschwanken zu verdanken? Diese Frage ist wichtig! Denn damit hängt die Frage der Verantwortung zusammen.

Diejenigen, welche die menschliche Komponente verneinen, implizieren damit auch, dass der Mensch nichts an der entstandenen Situation ändern kann und muss. Dabei ist die Diskussion darüber eher müßig. Man muss schon eine sehr verkürzte Sicht auf die Geschichte haben sowie eine ordentliche Portion Ignoranz und Selbstbetrug mitbringen, um zu behaupten, dass der CO2 –Ausstoß durch die Menschheit in den vergangenen rund 200 Jahren keinerlei Einfluss auf das Klima und den globalen Temperaturanstieg haben soll. Das ganze Gerede von der Klimalüge, Öko-Mafia und dergleichen mehr. Dabei muss man sich lediglich eine sehr einfache Tatsache vor Augen führen, um jede Art derartiger Aussagen ad absurdum zu führen: Innerhalb weniger Jahrhunderte seit Beginn der Industrialisierung hat die Menschheit Unmengen fossiler Reserven des Planeten verbraucht um den steigenden Energiebedarf zu decken. Die Menge von Kohlendioxid also, die auf natürliche Weise über Jahrmillionen in Kohle und Erdöl gebunden und eingespeichert wurde, setzt der Mensch innerhalb einer erdgeschichtlichen Sekunde wieder frei.

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Und das soll sich nicht auf das Klima auswirken? Nun, während des Devon vor etwa 400 Millionen Jahren lag die Konzentration des Kohlendioxids in der Luft bei etwa 6000 ppm (parts per million). In den folgenden etwa 150 Millionen Jahren sank diese Konzentration auf 3000 ppm. In dieses Zeitfenster fällt auch das Karbon, die Periode also, in welcher der Großteil der Kohle entstanden ist. Pflanzen, die durch Sauerstoffausschluss und unter Druck zu unseren heutigen Energieträgern verdichtet wurden und eine enorme Menge CO2 in sich gespeichert haben. Diese wird seit Beginn der Industrialisierung fröhlich wieder freigesetzt, ohne Rücksicht auf Verluste. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts lag die CO2-Konzentration bei etwa 280 ppm. Im November 2014 hat das Global Greenhouse Gas Reference Network eine Konzentration von 398 ppm gemessen, so hoch wie zuletzt vor ca. 2,5 Millionen Jahren. Damals, im Pliozän, gab es keine Polkappen, im heutigen Kanada breiteten sich tropische Wälder aus und der Meeresspiegel war um mindestens 20 Meter höher als heute. Die Entstehung des Homo Sapiens lag noch in ferner Zukunft.

Was hat das alles mit der heutigen Situation zu tun?

Es mag wohl stimmen, dass die fossilen Ressourcen noch lange nicht erschöpft sind. Das heißt aber auch noch lange nicht, dass die Menschheit so weiter machen kann wie bisher. Manchen Schätzungen zu Folge würde ihr vollständiger Verbrauch den Anstieg der CO2-Konzentration auf 1600 ppm bedeuten. Unter den Bedingungen der modernen Zivilisation und alle damit einhergehenden Veränderungen der Umweltbedingungen bedenkend, würde das zu unvorstellbaren Konflikten und humanitären Katastrophen führen. Erste Anzeichen dafür sind heute schon zu beobachten. Und während die Generationen vor uns sich noch darauf berufen könnten, dass sie es nicht besser wussten, können wir uns diesen Luxus mit dem heutigen Kenntnisstand nicht mehr leisten. Es ist also an der Zeit Verantwortung zu übernehmen und zu handeln. Jeder von uns und wir alle zusammen. Denn wir haben alle Möglichkeiten in der Hand, um die Situation zum Besseren zu verändern. Der Rest ist eine Frage des Wollens.